ECM im Vergleich
Bei der Auswahl und Dimensionierung eines Enterprise-Content-Management-Systems ist die maximal sinnvolle Anzahl an Dokumenten pro Repository eine der zentralen Planungsgrößen – sie entscheidet über Systemarchitektur, Lizenzierung und langfristige Skalierbarkeit. Die folgende Übersicht vergleicht die aus unserer Projekterfahrung praxisrelevanten Obergrenzen von ELO 25, NGX 3 und Microsoft 365 (SharePoint).
| Kriterium | ELO 25 | NGX 3 | Microsoft 365 (SharePoint) |
|---|---|---|---|
| Max. Dokumente pro Repository | 40 Mio.1 | 100.000+2 | 500.000+3 |
| Limitierender Faktor | Heap-/Speicherzuweisung von ElasticSearch | Serverskalierung, Optimierung, Suchmaschine | Szenario- und lizenzabhängig |
| Lizenzgrenze | ELOprofessional bis 100 Mio., danach ELOenterprise | – | Liste theoretisch bis 30 Mio. Einträge |
1 Praxisrichtwert, siehe Abschnitt „ELO 25“ unten. 2 Richtwert, stark abhängig von Serverausbau – siehe Abschnitt „NGX 3“. 3 Richtwert für Dokumentbibliotheken – siehe Abschnitt „Microsoft 365 (SharePoint)“.
ELO 25
Das technologische Herzstück der Volltextsuche in ELO 25 ist ElasticSearch – sie bildet das Rückgrat der gesamten Suchinfrastruktur. Die maximale Speicherzuweisung (Heap) von ElasticSearch definiert dabei in der Praxis die Grenze, ab der Indizierung und Suchperformance spürbar an Grenzen stoßen: Rund 40 Millionen Dokumente pro Repository gelten hier als realistische Obergrenze für performanten Betrieb. Unabhängig davon ist zu beachten, dass ELOprofessional lizenzrechtlich auf 100 Millionen Dokumente begrenzt ist – darüber hinaus ist ein Umstieg auf ELOenterprise erforderlich.
NGX 3
Bei NGX 3 hängt die praktikable Obergrenze stark von der Serverskalierung, durchgeführten Optimierungen sowie der eingesetzten Suchmaschine ab. In der Praxis hat sich ein Richtwert von 100.000+ Dokumenten pro Repository als solide Ausgangsbasis etabliert, der sich mit entsprechendem Ausbau der Infrastruktur und gezieltem Tuning weiter steigern lässt.
Microsoft 365 (SharePoint)
Bei SharePoint variiert die sinnvolle Obergrenze stark nach Einsatzszenario. Die theoretische Listengrenze liegt bei 30 Millionen Einträgen. Für Dokumentbibliotheken, die über OneDrive synchronisiert werden, gelten in der Praxis jedoch rund 200.000 Dokumente als sinnvolle Grenze; neuere Client-Versionen unterstützen mittlerweile 500.000 bis 1 Million Dokumente.
Die genannten Werte sind Richtwerte aus der Praxis und ersetzen keine individuelle Sizing-Betrachtung. Faktoren wie Dokumentgröße, Metadatenumfang, Volltextindizierung, Hardwareausstattung und Nutzungsverhalten wirken sich in jedem System zusätzlich auf die tatsächlich erreichbare Grenze aus. Gerne beraten wir Sie zur passenden Architektur für Ihr Vorhaben – nehmen Sie Kontakt mit uns auf.